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Branko B. Gabriel trifft... Michael von der Heide PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Branko B. Gabriel on Montag, 01. Februar 2010 um 17:00   

 

altSauwetter, Stress, Sihlcity! Ihr fragt euch jetzt sicher, was Branko im Sihlcity zu suchen hat. Das kann ich euch verraten, mein Kumpel Michael von der Heide gibt im Papiersaal ein Konzert mit der unverkennbaren Corin Curschellas. Das darf ich auf keinen Fall verpassen.

 

Ich war doch etwas skeptisch – im Papiersaal! Ob das gut kommt? Keine zwei Minuten wirbelte Michael von der Heide auf der Bühne herum und schon hatte er das ganze Publikum im Sack. Welch ein kleiner, ganz grosser Sänger! Mit viel Witz, Charme und einem vorlauten Mundwerk führte er durch den bunten Liederabend. Eine unglaublich spannende Kombination mit zwei grossartigen Liedermachern. Ich konnte wunderbar zwei Stunden abschalten und geniessen.

 

Lieber Michael, In deinem Leben spielen drei Frauen eine wichtige Rolle: Paola, Nina Hagen und Jane Birkin. Wer sind eigentlich die wichtigsten Männer?

 

Michael: Oh – das mit den Frauen hast du im Radio gehört – gell! Es gibt natürlich noch viel mehr Frauen, die in meinem Leben eine Rolle spielen. Nicht zu vergessen meine Mutter und alle meine Freundinnen! Männer gibt es natürlich auch; an erster Stelle steht mein Freund Willi, mit dem ich mittlerweile seit 15 Jahren meinen Weg gehe. Ausserdem sind mir meine Musiker sehr wichtig und auch meine Freunde, die ich dir aber nicht alle aufzähle...

 

Kannst du dich eigentlich noch an unser erstes Aufeinandertreffen erinnern. Wir waren blutjung...

 

Michael: Ich habe im Film «oh mein Papa» mit Lys Assia gesungen – glaube mir, wir sind immer noch blutjung!!!

(Anm. Branko: Ich denke es war eher am Tresen im Sihlquai-Träff, und richtig, Michi hat «Oh mein Papa» gesungen)

 

Schon damals warst du «ein frecher Hagel» mit einer grossen Klappe, aber immer mit einem unglaublichen Charme.

 

Michael: Ich wuchs in Amden, einem kleinen Bergdorf auf – prügeln mochte ich mich nicht, deswegen musste ich mich auf die «Rhetorik» verlassen. Aber, dass du das mit dem Charme sagst, schmeichelt mir natürlich. 

 

Du bist eine echte Rampensau, der geborene Entertainer! Innerhalb von einer Minute hast du das Publikum in deinen Bann gezogen. Was ist dein Geheimnis?

 

Michael: Es gibt kein Geheimnis. Ich gehe mit offenem Herzen auf die Bühne und gebe mich ganz und gar dem Publikum hin.

 

Ja, und nun geht unser «Goldbueb» an den Eurovision Song Contest, wer hätte das gedacht! Du wirkst sehr entspannt...

 

Michael: Ja, wer hätte das gedacht ...ich freue mich total! Es ist das erste Mal, dass ich in der Schweiz einen Song eingegeben habe und es hat geklappt. «Il pleut de l`or» hat die Jury überzeugt und mich zu einem glücklichen Sänger gemacht. Noch bin ich entspannt, aber das wird sich im Mai sicherlich ändern. Doch mir bleibt nur: «Grind abe und singe», hoffen, glauben, beten und Spass an der ganzen Sache haben.

 

Vor einigen Jahren wolltest du schon einmal den deutschen Markt erobern, leider mit mässigem Erfolg. Hoffst du auf einen internationalen Durchbruch? 

 

Michael: Ich mache schon so viele Jahre Musik. Das mit dem Erfolg ist so wie im Leben. Es geht mal rauf, mal runter, mal geradeaus. Ich bin dankbar für die Begegnungen, die ich durch meine Musik erfahre. Ich sang mit Nina Hagen, erhielt eine goldene Schallplatte als Texter für «2raumwohnung», mein letztes Album «Freie Sicht» wurde vom «Ich & Ich» - Team produziert, die Single «Immer, wenn du denkst» war in den deutschen Charts. Mit meiner Band spiele ich oft in Deutschland. Für mich persönlich sind das alles grössere und kleinere Erfolge. Erobert habe ich den Markt nicht; doch ich ziehe auch nicht in den Krieg, sondern mache einfach nur Musik, in der Hoffnung, dass sie Menschen berührt.

 

Ich drücke dir natürlich ganz fest die Daumen. Wichtige Frage: Was wirst du tragen und wer ist der Designer?

 

Michael: Das wirst du dann in Oslo sehen, doch du brauchst keine Angst zu haben, ich werde nicht «Füdliblutt» auftreten und auch meine Sängerinnen dürfen angezogen auftreten. Willi Spiess kreiert die Kostüme und ist schon Tag und Nacht damit beschäftigt.

 

Im Publikum hörte ich, wie jemand meinte: «Weisch, er macht eifach glücklich». 

 

Michael: Das ist sehr wahrscheinlich das grösste Kompliment!

 

Und was macht dich eigentlich glücklich?

 

Michael: Mein Freund, Musik, Drinks, Sonnenuntergänge, ein gelungenes Konzert, ein glückliches Publikum, Versöhnungen, Cindy Lauper...

 

Michael von der Heide, bald unterwegs nach Oslo, «Freie Sicht» heisst seine aktuelle Scheibe
www.michaelvonderheide.ch
www.willispiess.ch
 

 

 

 

 
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