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GayAqua PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Ender on Freitag, 23. Oktober 2009 um 13:07   

 

Fällt GayAqua schon vor dem Start ins Wasser?


 «Wallisellen: Gemeinderat verweigert Baubewilligung für Sexclub. Homo-Club in Sackgasse» so titelt heute der Zürcher Unterländer.

GayAqua hätte am 1. November eröffnet werden sollen. Nun macht der Gemeinderat Wallisellen den Betreibern einen Strich durch die Rechnung: «Der GayAqua GmbH wird die baurechtliche Bewilligung für das Projekt verweigert». Dass an der Hertistrasse 24 im ersten Stock ein «sexgewerblicher Dienstleistungsbetrieb» eingerichtet werden soll, sei im Industriegebiet zwar zonenkonform. Bemängelt wird jedoch das mit drei Parkplätzen zu geringe Angebot. Es sei für die geplante Nutzung schlicht ungenügend.

Dass es im neuen Club auch zu sexuellen Handlungen unter

Männern kommen kann, hatte Martin Erne, Geschäftsführer der GayAqua GmbH schon im Bau- und Umnutzungsgesuch nicht verhehlt. Als Motiv vermutet er die Diskriminierung Homosexueller. Bauvorstand Bernhard Krismer weist diesen Vorwurf zurück. Zudem haben bereits sieben Firmen oder Privatpersonen aus der Nachbarschaft die Zustellung des rechtlichen Entscheids verlangt, der die Basis für allfällige Rekurse bildet.

Dennoch will Erne seine Pläne auf keinen Fall aufgeben. «Dafür haben wir schon zu viel investiert» betont er, «auch in unseren Webauftritt». Dass bereits erfolgte Einbauten allenfalls wieder rückgängig gemacht werden müssen, sieht der Gemeinderat im Bereich des möglichen. Krismer hält fest: «Wir haben Erne darauf hingewiesen, dass er nichts machen darf solange keine Bewilligung vorliegt». Er hat «auf eigenes Risiko» angefangen. Fest steht auch, dass das Projekt auch aus feuerpolizeilichen Gründen nicht bewilligungsfähig ist.

Die ganze Sache erinnert ein wenig an die Geschichte der Nervous-Bar an der Zurlindenstrasse in Zürich.
Die eigenen ungenügenden Abklärungen im Vorfeld solcher Projekte können nicht mit «schwulenfeindlicher Haltung der Behörden» abgetan werden. In diesem Fall hätte auch ein Nicht-Homo-Club keine Chance.

Kommentare (1)add comment

Thommen said:

Thommen
...
Erstens dürfte die Schadenfreude der Konkurrenten in Zürich gross sein. Zweitens verleitet das Gesäusele von Akzeptanz und Toleranz wohl viele - auch schwule Geschäftsleute - dazu, sich nicht niet- und nagelfest juristisch zu versichern...
 
Oktober 25, 2009
Votes: +2

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